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Büsum ist eine amtsangehörige Gemeinde im Kreis Dithmarschen in Schleswig-Holstein.
Geografische Lage
Der Ort liegt an der Nordsee, an der Meldorfer Bucht, nahe der Eidermündung.
Geschichte
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1140.
Ursprünglich war Büsum eine Insel, deren Südseite im Laufe der Jahrhunderte durch
Sturmfluten (1362, 1436 und 1570) teilweise abgetragen und im Norden wieder angeschwemmt wurde.
Mit dem Bau eines Deichs wurde diese Insel "landfest". Seit 1837 darf sich die Stadt offiziell
Nordseebad nennen.
Wirtschaft und Infrastruktur
Die Gemeinde ist Seebad und das wichtigste Zentrum des Tourismus im Kreis Dithmarschen.
Besucher eingerechnet ist sie in den Sommermonaten der größte Ort des Kreises. Im Jahr 2002
boten Büsumer Betriebe 6.846 Gästebetten an, die von 83.295 Gästen zu insgesamt 658.723
Übernachtungen genutzt wurden. Nach Westerland auf Sylt, Sankt Peter-Ording sowie den
Ostseebädern Grömitz und Timmendorfer Strand waren dies die fünftmeisten Übernachtungen in ganz
Schleswig-Holstein. Die Gäste kommen zu 99,5 % aus Deutschland. Die Quote der ausländischen
Gäste ist mit 480 ungewöhnlich niedrig.
Neben dem künstlich aufgespülten Sandstrand hat Büsum auch ein neugebautes
Meerwasserwellenbad Piratenmeer, einen Museumshafen, das museum am meer das sich
vor allem dem Meer und seiner Nutzung durch den Menschen widmet.
Für das Ortsbild prägend, wenn auch mit nachlassender wirtschaftlicher Bedeutung, ist die
Krabbenfischerei.
Verkehr
Von Büsum aus bestehen regelmäßige Fährverbindungen nach Helgoland. Der Ort ist über die
Bundesautobahn 23 zu erreichen. Eine Bahnlinie fährt tagsüber im Stundentakt aus Heide nach
Büsum. In der Nachbargemeinde Oesterdeichstrich liegt ein kleiner Flughafen.
Büsum besitzt den größten Hafen an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. Hier liegen
vor allem Ausflugsschiffe (unter anderem nach Helgoland) und Krabbenfischer. Weiterhin sind
dort das Schiff Schleswig-Holstein des deutschen Zolls, mehrere Tonnenleger des Wasser-
und Schifffahrtsamtes Tönning sowie der Seenotrettungskreuzer Hans Hackmack der DGzRS
stationiert.
Seit einigen Jahren ist ein Teil des Hafenbeckens als Museumshafen aufgewiesen. Wichtigstes
Stück im Hafen ist das Motorrettungsboot Rickmer Bock, das von 1961 bis 1981 für die
DGzRS in Büsum stationiert war.
In Büsum befinden sich zwei Leuchtfeuer. Der rot-weiße Turm wurde als Orientierungsfeuer in
den Jahren 1912/1913 gebaut, ist 22 Meter hoch und hat eine Nenntragweite von 17/12 Seemeilen.
Das Molenfeuer besteht aus zwei je 10 Meter hohen Türmen in grün und rot. Sie haben eine
Nenntragweite von vier Seemeilen.
Öffentliche Einrichtungen
Die Gemeinde ist Verwaltungssitz des gleichnamigen Amtes Kirchspielslandgemeinde.
Weblinks
Homepage (www.buesum.de) |